23 November 2016

Ein Gebirge für 2,99 Euro: „3000 Plattenkritiken“


Langjährige Freunde und Freundinnen dieses Blogs wissen, dass ich nicht nur auf der Rückseite der Reeperbahn mein Dasein friste, sondern auch gefühlt 26 Jahre lang als Musikjournalist gearbeitet habe. 

Erstaunlicherweise waren es – wie ich unter Zuhilfenahme eines handelsüblichen Taschenrechners herausgefunden habe – wirklich 26 Jahre. Den Rezensionsoutput dieser halben (nein: ganzen) Ewigkeit habe ich jetzt kurzerhand zu einem wahrlich monströsen E-Book zusammengefasst.

Es heißt „3000 Plattenkritiken“, was gelogen ist, denn in Wahrheit sind es sogar 3109 Plattenkritiken. Letzteres hätte aber nicht so süffig geklungen. 

Man bekommt also für den lachhaften Preis von 2,99 Euro sogar mehr, als draußen draufsteht. Eine positive Produktenttäuschung – daran darf sich der restliche Handel gern ein Beispiel nehmen; ich denke, darin sind wir uns alle einig.

Das E-Book „3000 Plattenkritiken. Gute und schlechte Musik aus drei Jahrzehnten“ hat die ISBN-Nummer 9783741869433 und ist in allen nur denkbaren Formaten erhältlich – als Epub, Mobi, für alle Apps, Reader und Tablets, und zwar u. a. bei epubli. (Lassen Sie sich bitte nicht von den Vorschauen abschrecken; auf dem Reader sieht das Buch viel besser aus.)

Es wäre mir eine übergroße Freude, wenn Sie dieses E-Book (das übrigens – Obacht! – genau 555 Platten verreißt) erwürben, empfählen, likten, verschenkten oder retweeteten. Und spätestens wenn Sie erfahren – was in genau zwei Sekunden der Fall sein wird –, dass der großartige Jan Plewka das Vorwort verfasst hat, wird sich Ihre Restskepsis augenblicks ins Nirwana absentieren.

Apropos: Nirvana werden natürlich auch rezensiert in diesem Buch. Und Adele. Pole. Dylan. Bowie. Springsteen. Bohren & Der Club Of Gore. Eva Cassidy. Esbjörn Svensson. Depeche Mode. Motörhead. Antony & The Johnsons … Also im Grunde alles, was seit 1989 eine Platte veröffentlicht hat und danach nicht rechtzeitig auf den Bäumen war.

Besonders würde ich mich natürlich über Rezensionen freuen, zum Beispiel auf Amazon. Oder in Musikblogs; dafür stelle ich gern Leseexemplare zur Verfügung – Mail mit Blogverlinkung genügt.
Verrisse werde ich natürlich tapfer wegstecken.*

*mir weinend schönsaufen


Update 25.11.2016: Zurzeit rangiert das Buch in den Amazon-Kindle-Musikcharts in den Top 20. Wie sagte Bob Dylan, als er den Nobelpreis kommentierte: „Isn’t that something?“


Update 18.12.2016: Jetzt gibt es das Buch auch im Hardcover – allerdings dank der hohen Grundkosten für ein 572-Seiten-Werk im DIN-A4-Format nicht ganz billig



16 November 2016

Pareidolie (113)


Wenn das Fitnessgerät, an dem du gerade trainierst, mimisch exakt deinen Gefühlszustand simuliert: 
 
Ist das dann schon künstliche Intelligenz? 
 

PS: Eine ganze Galerie gibt es drunten in Wien bei der Pareidolie-Tante.

15 November 2016

Guter Rat ist mini

Neulich Abend ist der seltene Fall eingetreten, dass ich einmal vorausschauend agiert habe. 

Während der Rückfahrt vom Palazzo-Zelt (Foto) herrschten Minustemperaturen, und deshalb stellte ich hier auf St. Pauli mein 7-Gang-Fahrrad bewusst im fünften Gang ab. Die diesbezüglich sich bereits im vergangenen Winter als sehr anfällig geoutete Schaltung sollte nämlich kontrolliert auf diesem Niveau einfrieren – damit stellte ich sicher, am nächsten Morgen nicht durch die Stadt juckeln zu müssen wie ein Frettchen auf Speed. 

Und siehe da: Volltreffer. Zwar sind selbst die Hamburger „Berge“ im fünften Gang eine Herausforderung, aber so viele gibt es auf meinen Standardstrecken zum Glück nicht. Zusammengefasst: Wenn ich mich dereinst einmal unter Folter für einen Einheitsgang beim Fahrrad entscheiden müsste, so wäre es unzweifelhaft der fünfte. 

Apropos Fahrrad: Bestimmt wundern Sie sich, warum meins bereits seit Monaten nicht mehr gestohlen wurde. Ich mich auch, denn von einem Nachbarn erfuhr ich zu meiner Beunruhigung vor kurzem von den Unzulänglichkeiten meines sündhaft teuren Faltschlosses, dem ich bisher auf ähnliche Weise vertraute wie Tim Wiese dem Proteingehalt von Bisonhack. 

Faltschlösser nämlich, so hatte es ihm ein Polizist der Davidwache erzählt, wo mein Nachbar aus einem Sie-wissen-schon-Grund aufgeschlagen war, hätten Diebe inzwischen zum brachialen Aufrüsten gezwungen. Sie nutzten neuerdings handelsübliche Wagenheber, mit denen man sonst Anderthalbtonner aufbockt, um diese Schlösser schlichtweg aufzusprengen. Und weg ist ist das Rad. 

Seitdem mein Nachbar das weiß, verwendet er nicht nur ein Faltschloss (was immerhin bei Dieben, die zufällig gerade keinen Wagenheber zur Hand haben, noch immer für Haareraufen und Zähneklappern sorgt), sondern auch ein extrem kleines Bügelschloss. Es muss so klein sein, dass man nicht mit einem Wagenheber dazwischenkommt. 

Dieser Bericht sorgte bei mir, der ich bisher von geradezu kindlichem Glauben an die Macht meines Faltschlosses beseelt war, nicht nur für brutalstmögliche Beunruhigung, sondern auch für die sofortige Anschaffung eines kleinen Bügelschlosses. 

Wenn Sie also bisher dachten, dieses Blog sei eher mittelmäßig unterhaltsam als maximal lehrreich, so verspüren Sie nun eine erfreuliche Produktenttäuschung. Und rennen hoffentlich los, um sich ein Minibügelschloss zu kaufen, ehe es wieder mal zu spät ist.

Gern geschehen.




06 November 2016

Die gemütlichsten Ecken von Schleswig-Holstein (105)




Entdeckt auf einem Deich in der Nähe von Haselau. 

Dort oben entlangzuspazieren war übrigens weniger pittoresk als exkremental, wenn Sie verstehen, was ich meine.